Aufenthalt in der Klinik

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Bei schwereren Verläufen oder einzelnen Phasen kann der Besuch einer Klinik, Tagesklinik oder medizinischen Rehabilitationseinrichtung (psychosomatische Kur) sinnvoll sein.

 

Krankenhäuser dienen in erster Linie der Versorgung in schwereren akuten Episoden. Dort wird man vollstationär (rund um die Uhr) aufgenommen. In der Mehrzahl der Fälle wird man auf einer offenen Station sein (und nicht eingesperrt). Zum Eigen- oder Fremdschutz kann auch der Aufenthalt in einer geschlossenen Station sinnvoll sein. Als äußerstes Mittel kann bei Selbstgefährdung (Selbstmordgefahr) oder Gefährdung Anderer eine zeitweise Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik richterlich angeordnet werden; ansonsten hat ein Jeder das Recht, sich auch nicht behandeln zu lassen.

Für das Krankenhaus ist entweder eine Einweisung durch den Arzt und eine Kostenübernahme der Krankenkasse notwendig; oder bei akuten Problemen (insbesondere Suizidgefahr) kann man einfach zur zuständigen örtlichen Klinik gehen und sich selbst einweisen; dort hat man den Anspruch, bei entsprechender Symptomatik sofort aufgenommen zu werden.

 

Tageskliniken oder teilstationäre Behandlungen können im Anschluss an eine vollstationäre Behandlung oder auch eigenständig sinnvoll sein. Sie sind geeignet, um in symptomfreien Phasen oder bei leichten bis mittelschweren Episoden den Umgang mit der Krankheit zu erlernen, Tagesstruktur zu erhalten, den Übergang von der Klinik nach Hause vorzubereiten und weiteren Phasen vorzubeugen. In schweren akuten Episoden bieten sie aber keine Alternative zu einem vollstationären Aufenthalt. Eine Einweisung durch den behandelnden Arzt ist notwendig. Die Kosten werden bis auf die Eigenbeteiligung von der Krankenkasse übernommen.

 

Reha-Zentren / psychosomatische Kliniken bieten die Möglichkeit, voll- oder teilstationär an einer medizinischen Rehabilitation (Kur) teilzunehmen. Diese dient dem Ziel, die Arbeitskraft oder Funktionsfähigkeit wieder herzustellen. Die Beantragung erfolgt am Besten in Zusammenarbeit mit dem Arzt bei der Deutschen Rentenversicherung, in wenigen Fällen auch bei der Krankenkasse.

 

Sowohl in der Tagesklinik als auch in der medizinischen Rehabilitation gibt es verschiedene (verpflichtende) Therapieangebote wie Gruppentherapie, Einzel-Psychotherapie, Ergotherapie und weitere non-verbale und teilweise auch somatische Therapien.