Neuroleptika (Antipsychotika, Antimanika)

Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise zu Therapien, Medikamenten und sonstigen Informationen auf dieser Website! Diese Hinweise finden Sie im Impressum.

Als Neuroleptikum (etwa „Nervendämpfungsmittel“) und zum Teil heute noch Antipsychotikum wird ein Medikament bezeichnet, das eine antipsychotische, beruhigende und psychomotorische Wirkung besitzt und vor allem zur Behandlung von Psychosen und Manien eingesetzt wird.

 

Der Einsatz von neuroleptischen Medikamenten ist heute ein üblicher Weg bei der Behandlung von akuten Manien und Psychosen, wobei nicht jede akute Psychose mit Neuroleptika behandelt werden muss.

 

Einige Neuroleptika werden auch als Phasenprophylaktikum eingesetzt, nach Möglichkeit in geringerer Dosierung als in der Akutphase, und sollen  erneuten Phasen akuter psychotischer Störungen vorbeugen  (Bauer et al., 2020b).

 

Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie sieht die Anwendung von Neuroleptika kritische und schreibt:

 

Wir wollen Neuroleptika als Medikamente nicht grundsätzlich verteufeln. Wir wissen, dass sie, kritisch eingesetzt, eine wesentliche Hilfe bei schweren psychischen Störungen sein können. Wir plädieren für einen zurückhaltenden und vorsichtigen Umgang. Wir warnen vor der inflationären Ausweitung ihrer Anwendung, vor der Vernachlässigung von Alternativen und der Verharmlosung von Nebenwirkungen. Wir ermutigen zur selbstbewussten Güterabwägung von Vor- und Nachteilen.

 

 

Stand: 05.01.2023